Das ist sie nun, die klassische Borderfalle. Auch wenn ich in Prüfungsparcours derlei Fallen vermeide, so sind doch Ansätze von dieser Schwierigkeit in jedem Parcours vorhanden. Die Kunst ist es nun, den schnellen Hund in solcherlei Situationen in ein Tempo bringen zu können, das sich kontrollieren lässt.


Als erstes beginnen wir mit einer fröhlichen Runde von 1 bis 7. Dabei sollt ihr ruhig versuchen das maximale Tempo des Hundes zu erreichen. Anschliessend soll es über Sprung 8 und die Wand 13 gehen. Natürlich werden schnelle Hunde zunächst nur den Sprung 10 sehen. Die Aufgabe ist es also durch gute Körpersprache (aufrecht laufen, deutlich das Tempo verlangsamen, Hund ansprechen) zu zeigen, dass es ganz scharf nach links geht.
Falls es auch nach mehrfachem Versuchen nicht klappt, kann es hilfreich sein, den Hund nach Sprung 7 direkt am Körper mit Futter oder Ball (nicht werfen!) zu belohnen, und danach die Übung zu wiederholen.

In der zweiten Runde starten wir auch wieder von 1 bis 7. Dieses Mal gehts aber über die 10 weiter und dann in den Tunnel 9. Dieses Mal sieht natürlich der Steg 15 interessant aus. Der Trick ist letztlich derselbe wie in der Runde zuvor.

Das ganz lässt sich an vielen kleinen Runden noch verfeinern. Einige Beispiele, die Spaß machen sind hier aufgelistet:
1--7-8-12-9-15
1--7-10-16-12
1--7-8-9-10-8-13 etc.
Im Großen und Ganzen ist es natürlich nicht sinnvoll einen Hund beim Agility dauernd zu bremsen. Aber es muss in gewissen Situationen möglich sein, das Tempo so zu kontrollieren, dass der Hund auch schwierige Eingangswinkel und böse Verleitungen meistern kann.

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