Eigentlich soll der erfahrene Hund die Geräte ja selbständig annehmen, wenn sie ihm vor die Nase kommen. In bestimmten Situationen kanns aber sinnvoll sein, wenn er sich auch von einer Hürde abbringen lässt, die direkt vor seiner Nase auftaucht!

So zum Beispiel beim A3 Parcours in Bramsche geschehen. Alle Starter knäuelten sich bei der Parcoursbegehung um den Slalomeingang. Hier haben aber soweit ich mich erinnere überhaupt keine Hunde Probleme gemacht. Wohingegen die Stelle 13-14-15-16 nahezu unlösbar war.
Der Sprung 15 war ein Besen. Dadurch dass die Hunde fast alle extrem schräg an den Sprung gebracht wurden, fiel die Stange auf dem Besen in 80% (!) der Fälle.
Außerdem sind einige Hunde auf dem Weg im Tunnel 6, oder über dem Sprung 5 verschwunden.
Darum hier mal eine kleine Übung, mit der man dieserlei Dinge zu Hause probieren kann:

4-1-7-13-19 bzw. 4-5-7-13-19

Jetzt gilt es einen Weg zu finden, damit der Hund an Sprung 7 vernünftig heran kommt. Auch wenn gelegentlich die Stange liegen bleibt, wenn man dem Hund nur einen Meter Anlauf gönnt, ists wünschenswert, dass hier führtechnisch für schwungvolles Springen gesorgt wird. Zum Beispiel könnt der Hundeführer über 4 abrufen, den Hund über 5 schicken, und ihn anschließend zu sich ins Viereck zurückrufen und einmal um sich selbst drehen lassen, bevor er ihn die 7 arbeiten lässt.
Vielleicht fallen euch noch smartere Lösungen ein (hier würde auch ein Ketschker Dreher passen denke ich), auf jeden Fall siehts doof aus und ist uneffektiv und unfair, wenn ihr den Hund im Winkel von 10° an den Sprung bringt :)
7-9-13-19
Im Prinzip dieselbe Übung, allerdings ist hier die Verlockung 15 für den Hund interessant, und er kommt in einem anderen Winkel ins Viereck zurück.
13-16-19
Und nochmal dasselbe Spiel, diesmal ists doppelt schwierig, denn der Hund soll sowohl an 16, wie auch an 19 halbwegs akzeptabel heran kommen. Hier ist schon etwas Geschick gefragt. Bei solchen Übungen lohnt es sich, erst einmal in Ruhe nach zu denken, und mehrmals ohne Hund trocken zu üben. Sonst hättet ihr beim vierzigsten Versuch richtig gestanden, nur leider hat der Hund inzwischen keine Lust mehr...
4-7-11-13-19
Hier jetzt mal das ganze aus der Bewegung heraus. Es soll natürlich nicht vom Start abgerufen werden, denn diesen Bewegungsablauf habt ihr ja schon gehabt. Stattdessen sollt ihr einen Weg finden, aus dem gemeinsamen Laufen heraus die Kombination zu führen. Das ist schon kniffliger, aber wir können auch noch komplizierter:
1-5-12-17
Natürlich ist hier die 13 mehr als verlockend. Wer hier einen klugen Weg findet, und den Hund auch noch fair an 17 heran führt, darf sich schon etwas auf seine Fähigkeiten einbilden.
Zum Abschluss machen wir dann nochmal:
4-7-9-13-17-19-16-10-1-3
10-1-3 ist etwas anders als die übrigen Zwischendurch-Wege. Hier soll der Hund nämlich nach außen weg und nicht nach innen herein zwischen zwei Hürden. Letzlich ist das aber nicht weniger einfach oder schwierig. Falls ihr mit dieser Übung Probleme habt, obwohl die übrigen klappten, zerlegt sie doch einfach in mehrere Häppchen und übt jedes getrennt.

Ich hoffe dass euch "Zwischendurch" beim nächsten TUrnier weniger Schwierigkeiten bereitet und wünsche wie immer:

Viel Spaß

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